← Zu den wichtigen Generationen

G18 · Linie Altenbochum · Altenbochum

Franz Friemann und Agnes Siepmann

Elf Kinder wuchsen auf einem Hof auf, dessen landwirtschaftliche Welt zunehmend von Bergbau, Stadtwachstum und neuen Berufen umgeben war.

Familienbild von Franz Friemann und Agnes Siepmann mit mehreren ihrer Kinder
Franz Friemann und Agnes Siepmann mit Kindern

Grunddaten und familiärer Hintergrund

G18

1841–1904 · 1857–1907

Franz übernahm als Gutsbesitzer den landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Altenbochum. 1876 heiratete er Agnes Siepmann. Aus der Ehe gingen elf Kinder hervor, deren Berufe den Übergang von der bäuerlichen zur bürgerlich-industriellen Lebenswelt spiegeln.

Franz
25. Dezember 1841 – 11. Juli 1904
Agnes
8. November 1857 – 11. Juli 1907
Heirat
22. Juni 1876 · Bochum
Eltern Franz
Georg Johann Heinrich Friemann · Maria Clementine Dahm
Familie
elf Kinder
Beruf / Ort
Gutsbesitzer · Altenbochum

Grundlage: Familienchronik Band 1

Das Lebensbild

Zwei Lebenswege in der Altenbochumer Familiengeschichte

Belegte Grunddaten, familiäre Zusammenhänge und historische Einordnung werden nachvollziehbar voneinander unterschieden.

01

Das väterliche Erbe

Franz verlor seine Mutter im Alter von sechs Jahren und seinen Vater mit 22. Als Gutsbesitzer führte er den Altenbochumer Hof weiter und hielt auch während der fortschreitenden Industrialisierung an der Landwirtschaft fest.

02

Agnes Siepmann und die große Familie

Franz heiratete Agnes Siepmann 1876 in Bochum. Elf Kinder machten den Hof zu einem großen Familienhaushalt. Viele von ihnen überlebten das Kindesalter – ein Hinweis auf die sich langsam verbessernden Lebensbedingungen des späten 19. Jahrhunderts.

03

Vom Hof in neue Berufe

Die Kinder gingen unterschiedliche Wege: Neben Landwirtschaft und Gutsbesitz erscheinen ein Tierarzt sowie Tätigkeiten in Handwerk und Handel. Die Familie blieb verwurzelt, nutzte aber zunehmend die Bildungs- und Berufsmöglichkeiten des Kaiserreichs.

04

Das Ende des landwirtschaftlichen Betriebs zeichnet sich ab

Franz bewahrte den Hof als wirtschaftliche Grundlage. 1927 verkaufte sein Sohn Heinrich Friemann der Ältere Grund und Boden an die Kirche. Spätestens damit endete der landwirtschaftliche Betrieb in Altenbochum.

Quellenhinweis Dieses Lebensbild folgt der Darstellung und den Einzelnachweisen in „Friemann aus Altenbochum – Familienchronik Band 1“, vierte Auflage 2026. Wo Partnernamen, Nachkommen oder Einzelheiten nicht gesichert überliefert sind, wird die Lücke ausdrücklich benannt. Historische Rekonstruktionen ersetzen keinen personenbezogenen Einzelbeleg.