Das väterliche Erbe
Franz verlor seine Mutter im Alter von sechs Jahren und seinen Vater mit 22. Als Gutsbesitzer führte er den Altenbochumer Hof weiter und hielt auch während der fortschreitenden Industrialisierung an der Landwirtschaft fest.
G18 · Linie Altenbochum · Altenbochum
Elf Kinder wuchsen auf einem Hof auf, dessen landwirtschaftliche Welt zunehmend von Bergbau, Stadtwachstum und neuen Berufen umgeben war.

Grunddaten und familiärer Hintergrund
Franz übernahm als Gutsbesitzer den landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Altenbochum. 1876 heiratete er Agnes Siepmann. Aus der Ehe gingen elf Kinder hervor, deren Berufe den Übergang von der bäuerlichen zur bürgerlich-industriellen Lebenswelt spiegeln.
Grundlage: Familienchronik Band 1
Das Lebensbild
Belegte Grunddaten, familiäre Zusammenhänge und historische Einordnung werden nachvollziehbar voneinander unterschieden.
Franz verlor seine Mutter im Alter von sechs Jahren und seinen Vater mit 22. Als Gutsbesitzer führte er den Altenbochumer Hof weiter und hielt auch während der fortschreitenden Industrialisierung an der Landwirtschaft fest.
Franz heiratete Agnes Siepmann 1876 in Bochum. Elf Kinder machten den Hof zu einem großen Familienhaushalt. Viele von ihnen überlebten das Kindesalter – ein Hinweis auf die sich langsam verbessernden Lebensbedingungen des späten 19. Jahrhunderts.
Die Kinder gingen unterschiedliche Wege: Neben Landwirtschaft und Gutsbesitz erscheinen ein Tierarzt sowie Tätigkeiten in Handwerk und Handel. Die Familie blieb verwurzelt, nutzte aber zunehmend die Bildungs- und Berufsmöglichkeiten des Kaiserreichs.
Franz bewahrte den Hof als wirtschaftliche Grundlage. 1927 verkaufte sein Sohn Heinrich Friemann der Ältere Grund und Boden an die Kirche. Spätestens damit endete der landwirtschaftliche Betrieb in Altenbochum.
Quellenhinweis Dieses Lebensbild folgt der Darstellung und den Einzelnachweisen in „Friemann aus Altenbochum – Familienchronik Band 1“, vierte Auflage 2026. Wo Partnernamen, Nachkommen oder Einzelheiten nicht gesichert überliefert sind, wird die Lücke ausdrücklich benannt. Historische Rekonstruktionen ersetzen keinen personenbezogenen Einzelbeleg.